Glossar
Pulverbeschichtung
Kurz erklärt
Bei der Pulverbeschichtung wird ein Farbpulver elektrostatisch auf das Metall gesprüht und anschließend im Ofen zu einer geschlossenen Schicht eingebrannt. Bei Whiteboards wird das Verfahren für Schreibflächen, häufiger aber für Rahmen, Gestelle und Stative eingesetzt. Die Schicht ist zäher als Nasslack, erreicht aber nicht die Härte von Emaille.
Was das in der Praxis bedeutet
Wenn ein Händler mit „pulverbeschichteter Schreibfläche“ wirbt, liegt das Board meist preislich zwischen einfachem Lack und Emaille. Eine pauschale Aussage zur Haltbarkeit ist schwierig, weil die Qualität stark vom Hersteller abhängt. Wichtiger als das Schlagwort ist, ob der Hersteller die Fläche ausdrücklich als Whiteboard-Oberfläche für Boardmarker freigibt und welche Garantie er darauf gibt.
Bei mobilen Whiteboards und Flipchart-Stativen ist eine Pulverbeschichtung am Gestell ein gutes Zeichen. Sie verträgt Stöße beim Herumrollen besser als dünner Lack und blättert weniger leicht ab. Für die Schreibfläche selbst würde ich bei Dauernutzung trotzdem Emaille vorziehen. Ein angeschlagenes Gestell lässt sich mit Lackstift ausbessern.
Ausführlich im Ratgeber: Whiteboard-Oberflächen: emailliert, lackiert oder Glas?
Häufige Fragen zu Pulverbeschichtung
Ist eine pulverbeschichtete Schreibfläche magnetisch?
Ja, sofern darunter Stahlblech liegt, was bei Whiteboards fast immer der Fall ist. Die Beschichtung selbst ist nur einige Zehntelmillimeter dick und schwächt die Haftung kaum. Bei Aluminium-Trägern hält dagegen kein Magnet.
Kann man ein Whiteboard nachträglich pulverbeschichten lassen?
Technisch ja, aber ein Pulverlack ist nicht automatisch für Boardmarker geeignet. Ohne spezielle Whiteboard-Rezeptur bleiben Farbreste hängen. Für ein altes Board ist eine Whiteboard-Folie meist die günstigere und verlässlichere Lösung.