Glossar

ESG-Sicherheitsglas

Kurz erklärt

ESG steht für Einscheibensicherheitsglas, geregelt in der DIN EN 12150. Das Glas wird auf rund 620 °C erhitzt und schlagartig abgekühlt, wodurch Spannungen entstehen, die es deutlich bruch- und temperaturfester machen. Bricht es doch, zerfällt es in kleine, stumpfkantige Krümel statt in lange Scherben.

Was das in der Praxis bedeutet

Für Glas-Whiteboards ist ESG der übliche Standard, und das aus gutem Grund: Ein Board hängt dort, wo Menschen direkt davorstehen. Achte im Datenblatt auf die ausdrückliche Angabe „ESG“ oder „Einscheibensicherheitsglas“. Steht dort nur „gehärtetes Glas“ oder gar nichts, frag beim Händler nach. Bei einem Kinderzimmer oder Flur mit Durchgangsverkehr würde ich auf diese Angabe nicht verzichten.

Eine Eigenheit musst du kennen: ESG lässt sich nach dem Vorspannen weder schneiden noch bohren, die Scheibe würde zerspringen. Bohrungen für Abstandshalter werden vorher gesetzt. Du kannst ein ESG-Board also nicht nachträglich kürzen oder mit zusätzlichen Löchern versehen. Maße und Bohrbild müssen also beim Kauf feststehen.

Ausführlich im Ratgeber: Glas-Whiteboard: Vorteile, Nachteile und worauf du achtest

Häufige Fragen zu ESG-Sicherheitsglas

Kann ein ESG-Whiteboard einfach so zerspringen?

Selten, aber ja. Ursache sind winzige Nickelsulfid-Einschlüsse, die meist im ersten Jahr zu einem Spontanbruch führen können. Glas mit Heißlagerungstest (ESG-H) senkt dieses Risiko deutlich.

Ist ESG dasselbe wie Verbundsicherheitsglas?

Nein. VSG besteht aus mehreren Scheiben mit einer Folie dazwischen, die Splitter bei Bruch zusammenhält. ESG ist eine einzelne, thermisch vorgespannte Scheibe. Für Whiteboards ist ESG der übliche Standard.

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