Für einen Wochenplaner aus Whiteboard brauchst du als Familie mit drei oder vier Personen eine Tafel in 90 × 60 cm: eine Zeile pro Person, sieben Spalten für die Tage und darunter ein Streifen für Notizen. Zu zweit reicht 60 × 45 cm, ab fünf Personen wird es erst mit 100 × 70 oder 120 × 90 cm bequem. Entscheidend ist nicht die Optik im Shop, sondern ob in jedes Tagesfeld drei Einträge passen, die man aus zwei, drei Metern noch lesen kann.
Kurz gesagt
- 1 bis 2 Personen: 60 × 45 cm, Tage als Spalten, keine Namenszeilen.
- 3 bis 4 Personen: 90 × 60 cm mit Zellen von etwa 11 × 7 cm.
- 5 bis 6 Personen: 100 × 70 cm ohne oder 120 × 90 cm mit großem Notizfeld.
- Raster lieber kleben als drucken lassen, wenn sich eure Familie oder euer Alltag noch ändert.
- Wiederkehrende Termine auf Magnetschilder statt jede Woche neu schreiben, das verhindert Schatten auf Lacktafeln.
Personen in Zeilen oder Tage in Zeilen
Bevor du über Zentimeter nachdenkst, legst du die Richtung fest. Die meisten fertigen Wochenplaner haben sieben Spalten nebeneinander, Montag links, Sonntag rechts. Das ist gut, solange an der Wand genug Breite frei ist. Für eine schmale Wand im Flur oder die Seite eines Hochschranks drehst du das Ganze: Tage untereinander, Personen nebeneinander, Tafel im Hochformat.
| Layout | Passt für | Tafel | Schwachstelle |
|---|---|---|---|
| Tage als Spalten, keine Namen | Singles, Paare, WG-Küche mit Putzplan | Querformat, ab 60 × 45 cm | Bei mehr als zwei Leuten weiß keiner mehr, wessen Eintrag was ist |
| Tage als Spalten, eine Zeile pro Person | Familien mit 3 bis 6 Personen | Querformat, 90 × 60 bis 120 × 90 cm | Braucht Breite, unter 85 cm wird jede Spalte zu schmal |
| Tage als Zeilen, eine Spalte pro Person | Schmale Wände, Flur, Schrankseite | Hochformat, 45 × 60 bis 60 × 90 cm | Lange Einträge brechen um, kurze Stichworte sind Pflicht |
| Tage als Spalten plus Zeilen für Essen und Einkauf | Haushalte, die vor allem Mahlzeiten planen | Querformat, ab 60 × 45 cm | Termine einzelner Personen gehen unter |
Wie viele Haushalte überhaupt einen Familienplaner brauchen, zeigt ein Blick in die Statistik. Das Statistische Bundesamt zählt im Mikrozensus 2024 11,8 Millionen Familien und für 2025 gut 17 Millionen Einpersonenhaushalte (abgerufen am 15.10.2026). Für die zweite Gruppe ist eine große Planertafel meist überdimensioniert, dazu unten mehr.
Die Größe aus der Zelle heraus rechnen
Shops sortieren Wochenplaner nach Außenmaß. Sinnvoller ist der umgekehrte Weg: Du überlegst, wie groß ein einzelnes Tagesfeld sein muss, und rechnest daraus die Tafel. Drei Werte reichen dafür, alle drei sind Faustregeln aus der Praxis.
- Schrifthöhe: Großbuchstaben von etwa 1 cm sind aus zwei bis drei Metern gut lesbar. Die nötige Schriftgröße wächst dabei proportional mit dem Abstand, so beschreibt es auch der Schriftgrößenrechner von leserlich.info nach DIN 1450, ein Angebot des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands. Wer den Planer vom Esstisch aus vier Meter entfernt lesen will, schreibt entsprechend größer.
- Zeilenhöhe: Bei 1 cm Schrift braucht ein Eintrag etwa 2 cm Höhe.
- Breite: Ein typischer Eintrag wie „Fußball 17 Uhr“ hat rund 14 Zeichen. Handschrift in dieser Größe braucht etwa 0,7 cm pro Zeichen, also rund 10 cm, plus etwas Luft.
Daraus ergibt sich eine Zelle von etwa 11 cm Breite. Bei drei Einträgen pro Person und Tag kommen 3 × 2 cm plus 1 cm Luft zusammen, also 7 cm Höhe.
Durchgerechnet für eine Familie mit vier Personen
| Bauteil | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Namensspalte links | fest | 8 cm |
| Sieben Tagesspalten | 7 × 11 cm | 77 cm |
| Breite gesamt | 8 + 77 cm, plus Rand | etwa 88 cm |
| Kopfzeile mit Wochentagen | fest | 4 cm |
| Vier Personenzeilen | 4 × 7 cm | 28 cm |
| Notizstreifen für Einkauf und Erinnerungen | frei wählbar | 20 cm |
| Höhe gesamt | 4 + 28 + 20 cm, plus Rand | etwa 55 cm |
Eine Tafel in 90 × 60 cm passt damit genau. Mit derselben Rechnung kommst du zu dieser Übersicht:
| Haushalt | Zelle (B × H) | Tafel | Notizfläche |
|---|---|---|---|
| 1 bis 2 Personen, nur Tage | 8 × 15 cm | 60 × 45 cm | knapp, eher Rand nutzen |
| 3 Personen | 11 × 7 cm | 90 × 60 cm | etwa 25 cm hoch |
| 4 Personen | 11 × 7 cm | 90 × 60 cm | etwa 20 cm hoch |
| 5 Personen | 12 × 8 cm | 100 × 70 cm | etwa 18 cm hoch |
| 6 Personen oder viel Notizbedarf | 15 × 9 cm | 120 × 90 cm | etwa 20 cm hoch |
| 3 bis 4 Personen, schmale Wand | Tagzeile 9 bis 10 cm hoch | 60 × 90 cm hochkant | kleiner Streifen unten |
Wenn du andere Maße an der Wand hast, rechnet der Größen-Finder die Fläche für dich durch. Bei 120 × 90 cm solltest du das Gewicht im Blick haben: Der lackierte Wochenplaner von ALLboards in diesem Format wiegt laut Händlerseite von magnettafeln.de 3 kg und wird an Haken über Nägel oder Dübel gehängt (Herstellerangabe, abgerufen am 15.10.2026). Mit Klebestreifen würde ich eine Tafel dieser Größe nicht aufhängen.
Raster: gedruckt, geklebt oder magnetisch
Ein Wochenplaner lebt von seinen Linien. Die erste Frage ist, ob das Raster fest sein soll oder ob du es später ändern willst. Familien wachsen, Kinder ziehen aus, aus dem Putzplan wird ein Essensplan. Ein aufgedrucktes Raster macht das nicht mit.
| Raster | Vorteil | Nachteil | Für wen |
|---|---|---|---|
| Ab Werk aufgedruckt | Sauber, nichts verrutscht, nichts steht über | Layout und Personenzahl liegen für immer fest | Wer genau weiß, dass sich die nächsten Jahre nichts ändert |
| Selbstklebendes Aufteilungsband | Billig, frei anpassbar, wieder ablösbar | An den Kanten sammelt sich Markerstaub, der Schwamm hakt | Alle, die eine normale Tafel zum Planer machen wollen |
| Magnetband | In Sekunden verschoben, rückstandsfrei | Steht einige Millimeter über, nur auf magnetischen Tafeln | Planer, die sich oft ändern, etwa im Schichtdienst |
| Linien mit Permanentmarker | Kostet nichts | Löst sich, sobald du mit Boardmarker darüber schreibst | Niemand |
Speziell für Planungstafeln gemacht ist das Aufteilungsband von Legamaster. Es ist laut Händlerangaben in 1 mm Breite (Artikel 7-433101) als selbstklebende, wieder ablösbare Kunststoffrolle mit 16 m Länge erhältlich, eine kräftigere Variante gibt es laut office-partner.de in 2,5 mm (Artikel 7-433201), beides abgerufen am 15.10.2026. Reicht eine Rolle? Für das Raster einer 90 × 60 cm Tafel brauchst du acht senkrechte Linien zu je 60 cm und fünf waagerechte zu je 90 cm. Das sind 4,8 m plus 4,5 m, zusammen 9,3 m. Eine Rolle genügt also, und es bleibt Band für einen zweiten Versuch übrig.
Für die Kopfzeile nimmst du die 2,5-mm-Variante, für die Personenzeilen die feine. So sieht das Auge sofort, wo der Tag beginnt. Wer lieber verschiebt als klebt, greift zu Magnetstreifen. Magnetoplan führt etwa ein Magnetband in 10 mm × 1 m laut Händlerseite von alltron.ch (abgerufen am 15.10.2026). Bei 1 m Länge brauchst du für dasselbe Raster 13 Stücke, weil sich die kurzen Reste kaum weiterverwenden lassen.
Aufteilungsband für Whiteboards ansehen*Achtung
Ziehe die Linien nicht mit Permanentmarker. Boardmarker enthalten Lösemittel, die permanente Tinte anlösen. Genau das nutzt man beim Entfernen von Permanentmarker, wie im Glossar beschrieben. Auf deinem Planer heißt das: Nach ein paar Wochen sind die Linien dort verwischt, wo am meisten geschrieben wird.
Marker und Farben für jede Person
Eine Farbe pro Person ist die einfachste Regel, die in Familien wirklich eingehalten wird. Die Kinder finden ihre Termine, ohne zu lesen, und du siehst auf einen Blick, wer am Donnerstag überall gleichzeitig sein soll. Typische Viererpacks enthalten Schwarz, Rot, Blau und Grün. Bei fünf oder mehr Personen gehen dir die gut unterscheidbaren Farben aus. Dann helfen farbige Magnete am Zeilenanfang oder ein zweites Set mit Orange und Violett.
Für die Einträge reicht eine Rundspitze um 1 mm. Der Boardmarker edding 361 schreibt laut Händler-Datenblatt mit 1 mm Strichbreite und lässt sich mit edding-Tinte nachfüllen (Herstellerangabe, abgerufen am 15.10.2026). Das passt zur 1-cm-Schrift aus der Rechnung oben. Für Wochentage und Namen in der Kopfzeile ist eine Keilspitze angenehmer, weil die Buchstaben kräftiger werden. Mehr zur Auswahl steht im Ratgeber zu Whiteboard-Markern.
Boardmarker mit 1 mm Rundspitze ansehen*Praxis-Tipp
Hänge die Marker in einem Magnetköcher direkt an die Tafel. Ein Planer, für den man erst einen Stift suchen muss, wird nach drei Wochen nur noch von einer Person gepflegt.
Warum der Wochenplan Schatten hinterlässt
Ein Wochenplaner ist für eine Tafel ein harter Job. Auf einem Whiteboard im Büro steht Schrift ein paar Stunden, auf dem Planer eine ganze Woche. Genau das ist der häufigste Auslöser für Ghosting, also graue Schatten, die nach dem Wischen bleiben. Lackierte Tafeln sind dafür anfälliger als Emaille oder Glas.
Am schlimmsten sind wiederkehrende Termine. Wer jeden Dienstag „Schwimmen“ in dieselbe Zelle schreibt, wischt es sonntags weg und schreibt es montags wieder hin. Nach einigen Monaten steht das Wort als Schatten auch dann noch da, wenn das Kind längst zum Turnen geht. Die bessere Lösung: Feste Termine kommen auf beschreibbare Magnetschilder, die du nur verschiebst. Mit Marker schreibst du nur, was sich wirklich ändert.
Beim Putzen gilt eine Regel, die viele überrascht. Legamaster schreibt in seinen Reinigungs- und Pflegehinweisen, dass handelsübliche Reinigungsmittel wie Spülmittel oder Glasreiniger auf dem Whiteboard nicht verwendet werden dürfen, weil sie einen Schmierfilm hinterlassen können (abgerufen am 15.10.2026). Bei hartnäckigen Resten soll der Whiteboard-Reiniger drei bis vier Minuten einwirken, danach wischst du mit klarem Wasser nach. Für den Planer heißt das: Sonntags trocken wischen, etwa einmal im Monat mit Whiteboard-Reiniger. Alles Weitere steht in der Anleitung So reinigt man ein Whiteboard richtig.
Praxis-Tipp
Wenn du weißt, dass bei euch Einträge oft länger als eine Woche stehen bleiben, etwa Ferienzeiten oder Arzttermine im Voraus, zahlt sich eine emaillierte Tafel aus. Für einen Planer, der wirklich jeden Sonntag gewischt wird, reicht Lack.
Wo der Planer hängen sollte
Ein Wochenplaner gehört an den Ort, an dem alle mindestens zweimal am Tag vorbeikommen. In den meisten Wohnungen ist das der Flur zwischen Haustür und Küche oder die Küche selbst. Im Arbeitszimmer verstaubt er. Hängt er in der Küche, gelten dieselben Regeln wie für jede andere Tafel dort: nicht hinter dem Kochfeld, nicht direkt über der Spüle. Die Details stehen im Ratgeber zur Magnettafel in der Küche.
Für die Höhe richtest du dich nach den Kleinsten, die selbst schreiben sollen. Ein Grundschulkind kommt an die oberste Zeile einer hoch gehängten 90 × 60 Tafel nicht heran. Häng die Tafel lieber etwas tiefer und gib den Kindern die unteren Zeilen. Wie du die richtige Montagehöhe findest und die Tafel sicher befestigst, erklärt die Anleitung Whiteboard aufhängen.
In der Mietwohnung oder am Kühlschrank gibt es eine Alternative ohne Magnet und ohne Bohren. Der Hersteller Our Green Story bietet Wochenplaner, die per Vakuum haften. Laut Herstellerangabe halten sie auf glatten, sauberen und trockenen Flächen wie Kühlschrank, Glas, lackiertem Holz und Fliesen, nicht aber auf Ziegel, Beton, unbehandeltem Holz oder strukturierten Wänden (abgerufen am 15.10.2026). Auf Raufaser ist das also keine Option. Für ein Paar am Kühlschrank kann es dagegen genau das Richtige sein.
Typische Fehler
Die Tafel nach dem Produktfoto kaufen
Auf den Fotos stehen drei schöne Einträge in jedem Feld. Im echten Familienalltag sind es am Mittwoch sieben, und plötzlich schreibt jeder kleiner. Rechne die Zelle, wie oben gezeigt, und nimm im Zweifel die nächste Größe.
Ein fest gedrucktes Raster für eine Familie, die sich ändert
Ein gedrucktes Raster mit vier Namenszeilen passt so lange, bis das fünfte Familienmitglied kommt oder das Älteste auszieht. Bei Kindern unter zehn Jahren würde ich immer ein geklebtes oder magnetisches Raster nehmen.
Jede Woche dieselben Termine neu schreiben
Das kostet Zeit und erzeugt mit der Zeit Schatten. Feste Termine gehören auf Magnetschilder.
Nur eine Person pflegt den Planer
Wenn nur du einträgst und die anderen nur lesen, ist der Planer eine doppelte Buchhaltung neben deinem Handykalender. Das hält selten länger als ein paar Monate. Die Regel „Wer einen Termin bekommt, schreibt ihn selbst hin“ ist wichtiger als jedes Zubehör.
So entscheidest du
Meine Empfehlung für die meisten Familien: eine schlichte lackierte Magnettafel in 90 × 60 cm, ein Raster aus 1-mm-Aufteilungsband mit einer kräftigeren Kopfzeile, vier Marker in Personenfarben und ein Satz beschreibbarer Magnetschilder für feste Termine. Das ist günstiger als die meisten fertig bedruckten Planer und lässt sich jederzeit umbauen. Weitere Ideen für Familienwände findest du im Ratgeber Pinnwand und Organisation.
- Wenn ihr zu zweit seid und Termine ohnehin im geteilten Handykalender pflegt, dann lohnt sich ein großer Wochenplaner nicht. Eine kleine Tafel für Essensplan und Einkauf reicht.
- Wenn drei oder vier Personen eigene Termine haben, dann nimm 90 × 60 cm mit Personenzeilen.
- Wenn ihr fünf oder mehr seid oder viel Platz für Notizen braucht, dann rechne mit 100 × 70 oder 120 × 90 cm und plane Schrauben statt Klebestreifen ein.
- Wenn nur eine schmale Wand frei ist, dann dreh das Layout und nimm 60 × 90 cm hochkant.
- Wenn Einträge oft länger als eine Woche stehen, dann investiere in Emaille statt Lack.
Häufige Fragen
Welche Größe sollte ein Wochenplaner-Whiteboard für eine Familie haben?
Für drei bis vier Personen passt 90 × 60 cm mit einer Zeile pro Person und Tagesfeldern von etwa 11 × 7 cm. Zu zweit reicht 60 × 45 cm. Ab fünf Personen solltest du 100 × 70 oder 120 × 90 cm wählen.
Wie mache ich aus einem normalen Whiteboard einen Wochenplaner?
Am einfachsten mit selbstklebendem Aufteilungsband. Für eine 90 × 60 cm Tafel brauchst du acht senkrechte und fünf waagerechte Linien, zusammen etwa 9,3 m. Eine Rolle mit 16 m reicht dafür. Alternativ nimmst du Magnetband, das du jederzeit verschieben kannst.
Kann ich die Linien mit Permanentmarker ziehen?
Besser nicht. Die Lösemittel im Boardmarker lösen permanente Tinte an. Überall dort, wo du über die Linien schreibst, verwischen sie mit der Zeit. Klebeband oder Magnetband halten dauerhaft.
Warum bleiben auf meinem Wochenplaner graue Schatten?
Schrift, die eine Woche oder länger steht, setzt sich vor allem auf lackierten Tafeln fest. Feste Termine deshalb auf Magnetschilder schreiben, wöchentlich trocken wischen und etwa einmal im Monat einen Whiteboard-Reiniger nutzen. Spülmittel und Glasreiniger hinterlassen laut Legamaster einen Schmierfilm.
Welche Marker eignen sich für einen Wochenplaner?
Boardmarker mit etwa 1 mm Rundspitze für die Einträge und eine Keilspitze für Tage und Namen. Am besten bekommt jede Person eine eigene Farbe. Nachfüllbare Marker wie der edding 361 lohnen sich, weil ein Familienplaner viel Tinte braucht.
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