Glossar

Haftkraft (Magnet)

Kurz erklärt

Die Haftkraft gibt an, welche Last ein Magnet senkrecht zur Fläche maximal halten kann, angegeben in Kilogramm oder Newton. Gemessen wird sie unter Idealbedingungen, etwa auf dickem Stahl ohne Luftspalt. An einer senkrechten Whiteboard-Fläche erreicht ein Magnet nur einen Bruchteil davon.

Was das in der Praxis bedeutet

Der Magnethändler supermagnete.de nennt als Richtwert, dass ein Magnet seitlich belastet nur etwa 15 bis 20 Prozent seiner angegebenen Haftkraft hält. Um 1 kg an einer senkrechten Fläche zu halten, brauchst du demnach rund 6 kg Haftkraft. Ein Magnet mit „1 kg Haftkraft“ hält an deinem Whiteboard also realistisch nur 150 bis 200 Gramm, auf dünnem Blech oder durch Glas eher weniger.

Auch kleine Abstände kosten viel: Schon ein halber Millimeter Luftspalt kann die Haftkraft halbieren. Dicke Pappe, mehrere Blätter übereinander oder eine Glasscheibe zwischen Magnet und Stahl wirken genau so. Kauf deshalb lieber eine Stufe stärker, als die Zahl auf dem Papier vermuten lässt.

Ausführlich im Ratgeber: Magnettafel: Welche passt in Küche, Büro und Kinderzimmer?

Häufige Fragen zu Haftkraft

Wie viel Haftkraft brauche ich für ein A4-Blatt?

Ein einzelnes Blatt wiegt nur etwa 5 Gramm, dafür reicht fast jeder Whiteboard-Magnet. Kritisch wird es bei mehreren Blättern, Fotos auf Karton oder an Glasboards. Dort sind Magnete mit mindestens 1 kg angegebener Haftkraft sinnvoll.

Warum unterscheiden sich Haftkraftangaben bei gleich großen Magneten so stark?

Hersteller messen unterschiedlich, etwa auf verschieden dicken Stahlplatten oder mit unterschiedlicher Abzugsmethode. Die Zahlen sind deshalb nur innerhalb eines Herstellers gut vergleichbar.

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