Glossar

Neodym-Magnet

Kurz erklärt

Neodym-Magnete bestehen aus einer Legierung aus Neodym, Eisen und Bor und sind die stärksten handelsüblichen Dauermagnete. Schon ein Magnet mit 10 mm Durchmesser hält ein Vielfaches eines gleich großen Ferrit-Magneten. Für Glasboards und dickere Papierstapel sind sie oft die einzige Lösung.

Was das in der Praxis bedeutet

An Glas-Whiteboards führt fast kein Weg an Neodym vorbei, weil der Magnet durch 4 bis 6 mm Glas vom Stahl getrennt ist. Viele Hersteller legen daher entsprechende Magnete bei. Für Whiteboards gibt es Neodym-Magnete in Kunststoff- oder Metallgehäusen mit Griff. Die sind praktischer als nackte Scheiben, weil du sie besser greifen kannst und sie nicht so leicht absplittern.

Neodym ist spröde. Zwei Magnete, die aufeinander zuschnellen, können splittern und Finger empfindlich einklemmen. Nackte Neodym-Magnete haben in Haushalten mit kleinen Kindern nichts verloren. Halte sie außerdem fern von Herzschrittmachern, Kreditkarten und Festplatten. Wer kleine Kinder im Haus hat, greift besser zu großen Magneten mit festem Griff, die sich nicht verschlucken lassen, und kontrolliert ab und zu, ob einer fehlt.

Ausführlich im Ratgeber: Magnettafel: Welche passt in Küche, Büro und Kinderzimmer?

Häufige Fragen zu Neodym-Magnet

Können Neodym-Magnete ein Whiteboard beschädigen?

Die Magnetkraft selbst schadet nicht. Gefährlich ist das Aufschlagen: Ein starker Magnet, der aus kurzer Distanz auf die Fläche knallt, kann Lack oder Glasbeschichtung anschlagen. Setz ihn deshalb langsam an oder nimm Magnete mit Kunststoffkappe.

Warum sind Neodym-Magnete für Kinder gefährlich?

Werden zwei oder mehr Magnete verschluckt, können sie sich im Darm durch die Darmwände hindurch anziehen und schwere Verletzungen verursachen. Kleine, lose Neodym-Magnete gehören deshalb außer Reichweite von Kindern.

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