Glossar

Melaminharz-Oberfläche

Kurz erklärt

Melaminharz ist eine Kunststoffbeschichtung, die bei günstigen Whiteboards meist auf eine Span- oder Faserplatte gepresst wird. Sie lässt sich beschreiben und wischen, ist aber nicht magnetisch, weil kein Stahlblech verbaut ist. Mit der Zeit wird die Oberfläche porös und neigt stark zu Schatten.

Was das in der Praxis bedeutet

Melamin-Boards findest du oft für unter 20 Euro in Größen bis 60 × 40 cm (Richtwert, Stand Oktober 2026). Für Kinder, die gelegentlich malen, oder als Notizfläche im Flur geht das in Ordnung. Wer Magnete erwartet, wird enttäuscht: Auf der Verpackung steht dann oft nur „beschreibbar“, nicht „magnetisch“. Genau diese Verwechslung ist der häufigste Fehlkauf in der Preisklasse.

Das zweite Problem ist das Ghosting. Melamin nimmt Farbpigmente schneller auf als Lack, besonders wenn Schrift ein paar Tage stehen bleibt. Für ein Board, das täglich voll beschrieben wird, ist Melamin die falsche Wahl. Hier sparst du am falschen Ende, weil du nach kurzer Zeit neu kaufst.

Ausführlich im Ratgeber: Whiteboard-Oberflächen: emailliert, lackiert oder Glas?

Häufige Fragen zu Melaminharz-Oberfläche

Wie erkenne ich ein Melamin-Whiteboard?

Halte einen Magneten an die Fläche. Hält er nicht, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit Melamin oder eine andere Kunststoffbeschichtung ohne Stahlkern. Im Datenblatt steht häufig „Melamin“ oder „kunststoffbeschichtet“.

Lässt sich ein vergrautes Melamin-Board retten?

Eine Grundreinigung mit Isopropanol hellt die Fläche oft etwas auf. Ganz weiß wird sie selten wieder, weil die Pigmente in der Oberfläche sitzen. Eine Whiteboard-Folie darüber ist die praktikabelste Rettung.

Verwandte Begriffe