Einen leeren Whiteboard-Marker füllst du bei edding auf, indem du ihn mit der Spitze nach unten mindestens eine Stunde in die Nachfüllflasche BTK 25 stellst, besser über Nacht. Bei Staedtler Lumocolor steckst du ihn in die Nachfüllstation 488 51 und lässt ihn drei bis vier Stunden stehen, bei Pilot V-Board Master tauschst du die Tintenpatrone. Entscheidend ist nur eins: Tinte und Marker müssen vom selben Hersteller und aus demselben System stammen. Wer das beachtet, nutzt Gehäuse und Spitze eines guten nachfüllbaren Markers viele Male.
Kurz gesagt
- edding 360, 361, 363, 250, 28 und 29: Spitze nach unten in die BTK 25 stellen, mindestens 1 Stunde, ideal über Nacht.
- Staedtler Lumocolor 351 und 351 B: in die Nachfüllstation 488 51 stecken, nach 3 bis 4 Stunden voll.
- Pilot V-Board Master: Patrone wechseln, keine Flasche nötig.
- Nie fremde Tinte oder Permanent-Nachfülltinte einfüllen. Das ruiniert Marker und im schlimmsten Fall das Board.
- Ist die Spitze ausgefranst, bringt frische Tinte wenig. Dann zuerst die Spitze tauschen.
Leer oder nur eingetrocknet?
Bevor du Tinte kaufst, prüf kurz, ob der Marker wirklich leer ist. Ein Boardmarker, der nach dem Wochenende blass schreibt, hat oft noch genug Tinte im Speicher. Sie ist nur von der Spitze weggezogen, weil er senkrecht im Becher stand. Kappe fest drauf, ein paar Stunden waagerecht hinlegen, dann noch einmal probieren. edding nennt auf der Produktseite des 360 ausdrücklich „Waagerecht lagern“.
Schreibt er danach immer noch grau und kratzig, ist der Speicher leer. Jetzt lohnt sich das Nachfüllen. Schreibt er dagegen kräftig, aber mit fransigem, ungleichmäßigem Strich, liegt das Problem an der Spitze. Mehr Tinte macht so einen Marker nur nass, nicht besser.
Welcher Marker zu welcher Tinte passt
Die drei verbreiteten Systeme funktionieren völlig unterschiedlich. Bei edding saugt der Marker die Tinte über die Spitze aus der Flasche, bei Staedtler zieht er sie aus einer Station, bei Pilot steckt die Tinte in einer Patrone. Die Angaben in der Tabelle stammen von Hersteller- und Händlerseiten, Stand Oktober 2026.
| System | Passende Marker | Nachfüllen | Wartezeit | Menge und Ergiebigkeit |
|---|---|---|---|---|
| edding BTK 25 | edding 250, 360, 361, 363, 28 und 29 (Herstellerangabe) | Marker mit der Spitze nach unten in die Flasche stellen | mindestens 1 Stunde, ideal über Nacht | 25 ml; laut Händler ESPO bis zu 20 Marker |
| edding RBTK 25 | edding retract 12 (Herstellerangabe) | eigene Nachfülltinte für den Druckmechanik-Marker | siehe Packung | siehe Packung |
| Staedtler Lumocolor 488 51 | Lumocolor 351 (Rundspitze) und 351 B (Keilspitze) | Marker in die Nachfüllstation stecken | 3 bis 4 Stunden bis voll | 30 ml; laut Händler bis zu 5 Marker, je nach Zustand der Spitze |
| Pilot V-Board Master | V-Board Master mit Rund- und Keilspitze | Tintenpatrone tauschen (Nachfüller WBS-VBM) | sofort | eine Patrone pro Füllung |
Auffällig ist der Unterschied bei der Ergiebigkeit. Eine edding-Flasche mit 25 ml reicht laut Händlerangabe für bis zu 20 Füllungen, die Staedtler-Station mit 30 ml für bis zu fünf. Das liegt nicht an der Tinte, sondern an der Bauart. In der Station wird die Tinte in einem Speicher gehalten, aus dem der Marker nur so viel zieht, wie er aufnehmen kann. Überfüllen kann man ihn dadurch laut Händlerbeschreibung nicht. Lies „bis zu“ in beiden Fällen als Bestwert. Eine abgenutzte Spitze nimmt weniger Tinte auf und gibt sie schlechter ab.
Die BTK 25 gibt es in Schwarz, Rot, Blau und Grün. Genau diese vier Farben des edding 360 sind laut Hersteller nachfüllbar, obwohl der Marker selbst in zehn Farben angeboten wird. Wer Orange oder Violett nutzt, kauft diese Farben also weiter neu.
edding nachfüllen Schritt für Schritt
Das edding-System sieht ungewohnt aus, weil du nichts aufschraubst. Die Flasche arbeitet mit einem Kapillarsystem: Der Marker steht kopfüber darin und saugt sich über die Spitze voll. So gehst du vor:
- Farbe prüfen: Schwarze Tinte nur in schwarze Marker, sonst mischst du dir ein schmutziges Braun.
- Flasche öffnen und auf eine feste, gerade Fläche stellen, am besten auf ein Stück Küchenpapier.
- Den Marker ohne Kappe mit der Spitze nach unten in die Öffnung stecken.
- Mindestens eine Stunde stehen lassen. Über Nacht ist besser, vor allem wenn der Marker ganz leer war.
- Marker herausnehmen, Spitze kurz an einem Tuch abtupfen, auf Papier anschreiben, bis der Strich gleichmäßig kommt.
- Flasche sofort wieder verschließen und den Marker mit Kappe waagerecht ablegen.
Praxis-Tipp
Füll mehrere Marker derselben Farbe am Freitagnachmittag nacheinander auf, jeweils einen pro Flasche über Nacht. Am Montag liegt der Satz voll bereit, und die Flasche steht nur einmal offen. Wenn du mehr Marker nachfüllen musst, als du Flaschen hast, reicht für jeden die Mindestzeit von einer Stunde.
Wird der Strich trotz frischer Tinte nicht mehr sauber, tausch die Spitze. edding bietet für den 360 und den 28 passende Ersatzspitzen an. Ein Marker mit neuer Spitze und frischer Tinte schreibt wieder wie neu, während das Gehäuse einfach weiterlebt. Eine Flasche, die zu deinen Markern passt, findest du etwa als edding BTK 25 Nachfülltinte in Schwarz*.
Staedtler und Pilot: Station und Patrone
Bei Staedtler läuft es ähnlich, nur ohne offene Flasche. Du steckst den Lumocolor 351 oder 351 B in die Nachfüllstation 488 51, und laut Händlerbeschreibung ist er nach drei bis vier Stunden komplett gefüllt. Weil die Station die Tinte in einem Speicher hält, kippt nichts um, und der Marker nimmt nur auf, was hineinpasst. Der Nachteil steht in der Tabelle: Mit bis zu fünf Füllungen pro Station ist der Vorrat schneller aufgebraucht. Die Stationen gibt es in Schwarz, Blau, Rot und Grün. Für Schulen und Seminarräume, in denen Marker von vielen Händen geholt werden, finde ich die Station trotzdem angenehmer, weil niemand mit einer offenen Flasche hantiert. Wer schon Lumocolor-Marker hat, bekommt die Staedtler-Nachfüllstation 488 51* in der jeweiligen Farbe.
Pilot geht einen dritten Weg. Der V-Board Master arbeitet laut Pilot Europe mit flüssiger Tinte und ist nachfüllbar; der Marker besteht laut Hersteller zu 93 Prozent aus recyceltem Kunststoff, Verbrauchsteile nicht mitgerechnet. Nachgefüllt wird mit einer Patrone, im Handel als Nachfüller WBS-VBM geführt. Das geht ohne Wartezeit und ohne Tintenflecken, du brauchst aber für jede Füllung eine neue Patrone, also gezielt Pilot-Nachschub im Schrank.
Lohnt sich das? Eine Rechnung fürs Büro
Preise schwanken je nach Händler und Packungsgröße stark, deshalb rechne ich hier mit Mengen. Deine eigenen Preise setzt du einfach ein.
Nehmen wir einen Besprechungsraum, in dem pro Woche ein schwarzer Marker leer wird. Bei 46 Arbeitswochen sind das 46 leere Marker im Jahr. Da die Herstellerangaben Bestwerte sind, plane ich als Faustregel mit etwa zwei Dritteln davon.
| edding BTK 25 | Staedtler 488 51 | Neu kaufen | |
|---|---|---|---|
| Füllungen pro Gebinde (laut Händler) | bis zu 20 | bis zu 5 | entfällt |
| Realistisch geplant (Faustregel: zwei Drittel) | etwa 13 | etwa 3 | entfällt |
| Bedarf bei 46 Füllungen pro Jahr | 4 Flaschen | 15 bis 16 Stationen | 46 Marker |
| Lohnt sich, wenn ein Gebinde weniger kostet als … | etwa 13 neue Marker | etwa 3 neue Marker | entfällt |
Die letzte Zeile ist der eigentliche Test. Teil den Preis der Flasche oder Station durch die realistische Zahl an Füllungen und vergleich das mit dem Stückpreis eines neuen Markers in der Großpackung. Beim edding-System fällt dieser Vergleich so deutlich aus, dass ich es für Büros und Schulen ohne Zögern empfehle. Bei der Staedtler-Station ist der Abstand kleiner, sie rechnet sich vor allem über Bequemlichkeit und weniger Müll. Dazu kommen gelegentlich Ersatzspitzen, die du in die Rechnung aufnehmen solltest, wenn ein Marker sehr viel genutzt wird.
Für den Kühlschrank-Wochenplaner sieht die Rechnung anders aus. Wenn im Haushalt zwei Marker im Jahr leer werden, steht eine Flasche jahrelang im Schrank. Hier bringt Nachfüllen kaum Ersparnis, und ein Satz neuer Marker in Markenqualität ist die einfachere Lösung.
Fehler beim Nachfüllen und wie du sie vermeidest
Fremde Tinte einfüllen. Whiteboard-Tinte ist eine abgestimmte Mischung aus Pigment, Lösemittel und Trennmittel. Passt das Trennmittel nicht zum Marker, schreibt er zwar, lässt sich aber schlechter abwischen. Im ungünstigen Fall bleiben Schatten, die du dann mühsam entfernen musst, wie im Ratgeber zu Geisterbildern auf dem Whiteboard beschrieben.
Achtung
Nachfülltinte für Permanentmarker steht im Bürobedarf oft direkt neben der für Boardmarker und sieht in der Flasche genauso aus. Landet sie in einem Whiteboard-Marker, schreibst du mit einem Permanentmarker aufs Board. Wenn das schon passiert ist, hilft die Anleitung Edding vom Whiteboard entfernen. Den Marker selbst kannst du entsorgen.
Zu kurz warten. Nach zehn Minuten in der Flasche ist ein edding-Marker nur an der Spitze feucht. Er schreibt ein paar Zeilen, dann wird er wieder blass, und du hältst das Nachfüllen für gescheitert. Die Stunde Mindestzeit ist keine Formalität.
Farben vertauschen. Klingt banal, passiert aber gerade beim Sammel-Nachfüllen. Leg die Marker vorher nach Farbe sortiert neben die Flaschen.
Flasche offen stehen lassen. Die Tinte basiert auf Alkohol, und der verdunstet. Eine Flasche, die tagelang ohne Deckel steht, verliert Lösemittel, und die restliche Tinte wird dicker.
Verschlissene Spitze ignorieren. Eine plattgedrückte Rundspitze oder eine abgerundete Keilspitze gibt Tinte ungleichmäßig ab. Ersatzspitze rein, dann nachfüllen.
Und Marker ohne Nachfüllsystem?
Im Netz kursieren Anleitungen, wie man Billigmarker mit der Zange öffnet und den Faserspeicher mit irgendeiner Tinte tränkt. Davon rate ich ab. Du weißt nicht, welche Tinte im Marker war, die Mischung schreibt oft schlecht, und das Risiko trägt am Ende dein Board. Ein eingetrockneter Marker lässt sich als Notlösung manchmal wiederbeleben, indem du die Spitze kurz in etwas Isopropanol tauchst. Das ist aber eine Rettung für den Moment und kein Ersatz für Nachfülltinte.
Wenn du ohnehin neue Marker kaufst, nimm gleich ein nachfüllbares Modell. Welche Strichbreite und Spitzenform zu deinem Board passt, steht im Ratgeber Whiteboard-Marker.
Meine Empfehlung
Für Büros, Schulen und alle, die jede Woche am Board stehen, ist edding das wirtschaftlichste System: Eine Flasche BTK 25 deckt viele Füllungen ab, die Marker gibt es überall, und Ersatzspitzen halten das Gehäuse jahrelang im Einsatz. Fang mit Schwarz an, das ist fast immer die Farbe, die zuerst leer ist, und ergänze Blau.
Die Staedtler-Station nimmst du, wenn du schon Lumocolor-Marker hast oder viele Leute ohne Anleitung nachfüllen sollen. Pilot passt zu dir, wenn du nicht warten willst und lieber eine Patrone wechselst. Gar nicht lohnt sich Nachfüllen, wenn du nur ein paar Marker im Jahr verbrauchst oder hauptsächlich Sonderfarben nutzt. Ordnung in die Marker bringt dann eine liegende Stiftablage, mehr dazu im Ratgeber zum Whiteboard-Zubehör.
Häufige Fragen
Kann man edding Whiteboard-Marker nachfüllen?
Ja. Die Whiteboard-Marker edding 250, 360, 361, 363, 28 und 29 füllst du laut edding mit der Nachfülltinte BTK 25 auf. Du stellst den Marker mit der Spitze nach unten mindestens eine Stunde in die Flasche, besser über Nacht. Für den edding retract 12 gibt es die eigene Tinte RBTK 25.
Wie lange muss ein Whiteboard-Marker in der Nachfülltinte stehen?
Bei edding mindestens eine Stunde, ideal über Nacht. Bei der Staedtler-Nachfüllstation 488 51 ist der Marker laut Händlerangabe nach drei bis vier Stunden vollständig gefüllt. Beim Pilot V-Board Master entfällt die Wartezeit, weil du die Patrone tauschst.
Wie viele Marker füllt eine Flasche edding BTK 25?
Die Flasche enthält 25 ml und reicht laut Händlerangabe für bis zu 20 Marker. Das ist ein Bestwert. Plane mit weniger, wenn die Marker ganz leer sind oder die Spitzen schon abgenutzt.
Kann ich Nachfülltinte von einem anderen Hersteller verwenden?
Besser nicht. Die Tinten unterscheiden sich in Trennmittel und Lösemittel, und die Systeme sind nicht aufeinander abgestimmt. Im schlechtesten Fall lässt sich die Schrift nicht mehr sauber abwischen und hinterlässt Schatten auf dem Board.
Mein Marker schreibt nach dem Nachfüllen immer noch schwach. Was tun?
Meist stand er zu kurz in der Tinte. Stell ihn noch einmal über Nacht hinein. Bleibt der Strich danach fransig oder ungleichmäßig, ist die Spitze verschlissen und muss getauscht werden.
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